Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2000

 

Birnbacher: Grundlagen der Ethik

V/Ü 2 Mi 9-11

Diese Einführungsveranstaltung bietet einen Überblick über die wesentlichen Fragestellungen der Moralphilosophie und über die wichtigsten Versuche in Vergangenheit und Gegenwart, Normen des richtigen Handelns rational und allgemeingültig zu begründen. Besondere philosophische Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Behandelt werden u. a. die Themen: Sein und Sollen - ein unversöhnlicher Gegensatz? Das Problem des ethischen Relativismus. Wie lassen sich moralische Urteile begründen? Das Verhältnis zwischen Moral und Religion. Die Ethik des Utilitarismus. Der kategorische Imperativ. Theorien des guten Lebens. Willensfreiheit und Verantwortlichkeit.

Der Übungsteil dient der Vertiefung der im Vorlesungsteil behandelten Themen anhand ausgewählter klassischer und zeitgenössischer Texte. Innerhalb des Übingsteils können Leistungsnachweise und Beteiligungsnachweise erworben werden.

Zur vorbereitenden Lektüre empfohlen:

Dieter Birnbacher und Norbert Hoerster (Hrsg.): Texte zur Ethik. München: Deutscher Taschenbuch Verlag. 11. Aufl. 2000.

 

 

 

 

Birnbacher/Azari: Das Leib-Seele-Problem aus philosophischer und neurowissenschaftlicher Sicht

PS Di 9-11

Das Leib-Seele-Problem, für Schopenhauer der metaphysische "Weltknoten" schlechthin, hat auch im Zuge rasch zunehmender Kenntnisse über die neurophysiologischen Grundlagen des Bewußtseins nichts von seiner Rätselhaftigkeit eingebüßt. Während in der traditionellen Anthropologie und Metaphysik das Problem des "commercium", der Beziehung zwischen physischer und psychischer Welt im Mittelpunkt stand, wird in der Gegenwartsphilosophie und -psychologie vor allem die Frage nach der Funktion des Bewußtseins und nach seiner möglichen Rolle in der biologischen Evolution gestellt.

Das Proseminar soll die Problemstellungen und Lösungsansätze der Gegenwartsphilosophie mit denen der Neurowissenschaften erarbeiten und über deren wechselseitige Konfrontation einer Lösung des Problems selbst näherkommen.

Zur Einführung:

Godehard Brüntrup: Das Leib-Seele-Problem. Eine Einführung. Stuttgart: Kohlhammer 1996.

 

 

 

Birnbacher/Gesang: Kants theoretische Philosophie und ihre Kritiker

HS 2 Mi 16-18

Kants Philosophie ist bereits von seinen Zeitgenossen intensiver Kritik unterzogen worden. Das gilt nicht nur für seine Ethik (z. B. Schiller), sondern auch für seine Erkenntnistheorie und Metaphysik. Aus heutiger Sicht weisen viele der damals vorgebrachten kritischen Argumente auf die Diskussion im 20. Jahrhundert voraus, allerdings ohne daß sie von den modernen Kritikern hinreichend zur Kenntnis genommen worden wären. Das Seminar will die Vergegenwärtigung der Grundlagen von Kants theoretischer Philosophie verbinden mit der Diskussion ausgewählter älterer und neuerer Kritiken. Berücksichtigt werden dabei (in chronologischer Reihenfolge) die folgenden Autoren: F. H. Jacobi, G. E. Schulze, H. A. Pistorius, A. Schopenhauer, H. Cornelius, H. J. Paton, K. Lorenz, J. Bennett, P. F. Strawson, E. Topitsch, H. E. Allison. Im Mittelpunkt soll Kants transzendentale Ästhetik und die Lehre von der Affektion stehen.

Empfohlene Textausgabe:

Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft. Hrsg. von Jens Timmermann. Hamburg: Meiner 1998.

 

 

 

 

Birnbacher/Tepe: Wissenschaft und Ideologie

HS 2 Mo 14-16

Nach einer knappen historischen Einführung, in der wichtige Positionen aus der Geschichte der Ideologietheorie zur Sprache kommen (Sitzung 1-2), stellen die beiden Veranstalter in den Sitzungen 3-4 ihre eigenen Ideologiekonzepte vor.

In den Sitzungen 5-11 werden dann folgende Themen aus dem Gesamtkomplex Wissenschaft und Ideologie behandelt:

- Ideologischer Naturalismus: Zum Begriff der Natur.

- Ideologische Tendenzen in der Ökophilosophie der Gegenwart.

- Ist eine Rechtfertigung ethischer Normen ohne Ideologie möglich?

- Nietzsche als Ideologiekritiker und "Ideologe".

- Ideologische Elemente in den sogenannten "Mythen der Nationen".

- Ideologische Textinterpretationen und die Möglichkeit ihrer Kritik.

- Lebenslügen als individuelle Ideologien.

Die Seminartexte sind in einem Reader gesammelt, der in der ersten Sitzung verkauft wird. Darüber hinaus ist in der FB Philosophie und in der UB ein Apparat eingerichtet, der wichtige Texte zur Ideologieforschung im allgemeinen und zum Komplex Wissenschaft und Ideologie im besonderen enthält. Im Apparat ist auch ein Exemplar des Readers als Kopiervorlage deponiert  für den Fall, daß mehr Exemplare benötigt werden als gedruckt worden sind.

Scheinerwerb: Kurzvortrag mit Thesenpapier plus Hausarbeit zu einem Thema eigener Wahl aus dem Seminarkontext (Richtwert: 25 Seiten)

Lektüre zur Vorbereitung:

H.-J. Lieber: Ideologie. Eine historisch-systematische Einführung. Paderborn 1985.

K. Lenk (Hg.): Ideologie. Ideologiekritik und Wissenssoziologie. Frankfurt/Main 1984 (9. Aufl.).

T. Eagleton: Ideologie. Eine Einführung. Stuttgart/Weimar 1993.

 

 

 

 

Birnbacher: Philosophisches Kolloquium

K 2 Mi 18-20

Das Kolloquium gibt höheren Fachsemestern, Examenskandidaten und Promovenden Gelegenheit zur Vorstellung und Diskussion eigener Arbeiten. Das detaillierte Programm, das auch die Gastvorträge auswärtiger Referenten enthält, wird am Anfang des Semesters bekanntgegeben.

 

 

 

Azari: Historische Texte zum Leib-Seele-Problem

PS Di 11-13

Dieses Proseminar findet begleitend zum systematischen Proseminar zum Leib-Seele-Problem statt und soll maßgebliche Texte zur Geschichte des Leib-Seele-Problems erarbeiten. Zur Sprache kommen u. a. die Lösungsansätze von Platon, Aristoteles, Demokrit, Descartes, Hobbes, Spinoza, Lamettrie, Locke, Berkeley, Hume, F. Brentano und v. Haller. Die Texte sollen dabei sowohl in den Zusammenhang ihrer jeweiligen Lehrgebäude eingeordnet als auch auf die aktuelle Debatte bezogen werden.

Zur Einführung:

Artikel "Leib-Seele-Verhältnis" im Historischen Wörterbuch der Philosophie.

 

 

 

 

Azari: Ausgewählte Probleme der Religionsphilosophie

PS

Dieses Proseminar soll in die Hauptthemen der Religionsphilosophie einführen: Existenz und Beschaffenheit Gottes, das Problem der Theodizee, die Natur von Offenbarung und Glauben, Vernunftglauben und Fideismus, Unsterblichkeit der Seele, Auferstehung und Wiedergeburt. Diese Themen werden dabei aus einer interkulturellen Perspektive behandelt, die die religiösen Traditionen in ihrer ganzen Vielfalt berücksichtigt und nicht auf den Monotheismus bzw. die christliche Tradition einengt.

Zur Einführung:

Norbert Hoerster (Hrsg.): Glaube und Vernunft. Stuttgart 1985.

 

 

 

 

Azari: Religiöse Erfahrung aus der Sicht der Philosophie und der Neurowissenschaften

PS

Dieses Proseminar widmet sich neueren Versuchen, das Phänomen der religiösen Erfahrung nicht nur mit phänomenologischen und philosophischen, sondern auch mit psychologischen und neurowissenschaftlichen Methoden aufzuhellen. Ausgehend von den Theorien der religiösen Erfahrung bei Schleiermacher und William James soll geprüft werden, wieweit sich religiöse Empfindungen, Stimmungen, Gefühle und Gedanken mit empirischen Mitteln, insbesondere auch den modernen bildgebenden Verfahren, sinnvoll untersuchen lassen.

Zur Einführung:

William James: Die Vielfalt religiöser Erfahrung: eine Studie über die menschliche Natur. Frankfurt am Main 1997

 

 

Dr. Manuel Bremer

Proseminar: Deontische Logik

Montags 17.30 - 19.00 Uhr Gebäude: Raum:

Beginn: 10.04.2000

Die Deontische Logik ist die Logik der Normen. Formal ist sie eine Variante der Modallogik. Das Seminar kann daher auch als Einführung in die Modallogik dienen. Behandelt werden zum einen Fragen der philosophischen Grundlegung der Deontischen Logik (behandelt sie Aussagen oder Normen? Kann es iterierte Gebote geben?...). Zum anderen werden wir ein grundlegendes formales System zur Deontischen Logik behandeln.

Literatur: Lenk, Hans (Hg.) Normenlogik, 1974 (UTB)

Kutschera, Franz Einführung in die Logik der Normen, Werte und Entscheidungen München u.a. 1974 (Alber) 

Beide Texte sind sowohl in der Seminar- als auch Universitätsbibliothek vorhanden.

 

 

 

 

 

 

Prof. Dr. Axel Bühler

Vorlesung: Sprachphilosophie II

Mi. 14 - 16 Uhr Gebäude: Raum:

Gegenstand der Vorlesung sind Bedeutungstheorien in der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Auch diejenigen, die an Sprachphilosophie I (SoSe 1999) nicht teilgenommen haben, werden der Vorlesung folgen können.

 

 

Proseminar: Logik II

Di. 11 - 13 Uhr und Do. 9 - 11 Uhr Gebäude: Raum:

In dem Proseminar wird der Stoff aus Logik I im Wintersemester weitergeführt. Wir lernen ein , zum Baumkalkül alternatives Ableitungssystem kennen und beweisen die Vollständigkeit der Prädikatenlogik. Textgrundlage wird zumeist mein Buch "Einführung in die Logik. Argumentation und Folgerung" sein. Der Scheinerwerb setzt regelmäßige und zufriedenstellende Anfertigung von Hausaufgaben voraus.

 

Hauptseminar: Wahrheitstheorien

Mi. 11 - 13 Uhr Gebäude: Raum:

Was ist Wahrheit? Welche unterschiedlichen Problemstellungen sind mit unterschiedlichen Wahrheitstheorien in der Philosophie verbunden? Dieses Thema diskutieren wir anhand der Lektüre des Buches von Richard L. Kirkham "Theories of Truth. A Critical Introduction", Cambridge Mass. 1992.

 

 

 

 

Dr. phil. Ulrich Chiwitt

Proseminar: Wirtschaftsethik

Mi. 16-18 Uhr Gebäude: Raum:

"Sie wollen Wirtschaftsethik studieren? Dann entscheiden Sie sich für das eine oder andere!"

Gilt dieses, dem Satiriker Karl Kraus zugeschriebene Entweder-Oder von Wirtschaft und Ethik tatsächlich so kategorisch? Wird trotz des in regelmäßigen Abständen einsetzenden "ethischen und sozialen Gesäusels" in der Wirtschaft allein nach dem Motto gehandelt: "The business of business is business – and not ethics"? Gibt es gar eine Sondermoral für das Wirtschaftsleben? – Oder gilt auch im Verhältnis von Wirtschaft und Ethik ein Primat, ein normativer Vorrang der Ethik?

Anhand der relevanten historischen Ethikpositionen – Aristoteles, Thomas von Aquin, Adam Smith, Utilitarismus, Karl Marx, Historische Schule, Max Weber u.a. – soll zunächst die besondere Beziehung von Ökonomie und Ethik herausgestellt werden, um anschließend die wichtigsten aktuellen Ansätze der Wirtschaftsethik erörtern zu können.

Durch Übernahme eines Referates (ca. 30 Min) und Erstellen einer Hausarbeit (ca. 10 Seiten) kann ein Proseminar-Schein erworben werden. Die Vergabe und Vorbesprechung der Referatsthemen erfolgt in der Sprechstunde, jeweils Mittwoch, 15 Uhr, Raum ????.

Einführende Literatur:

Lenk/Maring (Hrsg.): Wirtschaft und Ethik, Reclam Nr. 8798

 

 

 

Daniel Cohnitz M.A.

Proseminar

Wissenschaftstheorie der Geistes- und Sozialwissenschaften

Montag 11.00-13.00 – Beginn: 10.4.2000

Raum 23.21.02.54

Gegenstand des Seminars ist eine problemorientierte Einführung in die Wissenschaftstheorie der Geistes- und Sozialwissenschaften. Im Zentrum des Seminars steht die Auseinandersetzung mit zentralen wissenschaftstheoretischen Texten zu folgenden Fragen:

Da diese Fragen auf interdisziplinäre Weise diskutiert werden sollen, richtet sich das Seminar ebenso an Studierende einzelner Geistes- und Sozialwissenschaften wie auch an Studierende der Philosophie.

Home: http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/philo/BISOWI.html

Dr. Nicola Erny Sprechstunde: Mi. 11 - 12 Uhr

Proseminar: Die Philosophie von Hans Jonas

Mi. 11-13 Uhr Gebäude: Raum:

Hans Jonas (1903-1993) hat mit dem 1979 erschienenen und vielbeachteten Buch "Das Prinzip Verantwortung" den Versuch unternommen, angesichts der Krise der wissenschaftlich-technischen Zivilisation eine neue Ethik zu begründen. Der Verpflichtungsgrund verantwortlichen Handelns wird dabei aus der Natur abgeleitet, der somit ein sittlicher Eigenwert zugesprochen wird.

Diesen sehr umstrittenen, da auf metaphysischen Voraussetzungen beruhenden Ansatz hat Jonas in dem weniger bekannten Buch "Organismus und Freiheit. Ansätze zu einer philosophischen Biologie (1973) (neueste Ausgabe unter dem Titel "Das Prinzip Leben" veröffentlicht) vorbereitet. Die Frage nach der Stellung des Menschen in und zu seiner Welt wird dort ausgehend von naturphilosophischen Spekulationen beantwortet.

In dem Seminar wird der biophilosophische Ansatz im Zentrum des Interesses stehen, in dem Jonas eine Deutung des Organismus am Leitbegriff der Freiheit vornimmt. Die Auseinandersetzung mit diesem Ansatz dient auch dazu, zu einem besser fundierten Verständnis bioethischer Argumentationen zu gelangen.

Nach Analyse und Interpretation der zentralen Zusammenhänge aus "Das Prinzip Leben" sollte noch Zeit bleiben, um in zwei bis drei abschließenden Sitzungen den Übergang von der Biophilosophie zur Ethik zu thematisieren, den Jonas in seinem Epilog zu diesem Buch angekündigt und in seinen darauf folgenden Arbeiten ausgeführt hat.

Der genaue Verlauf des Seminars wird in der ersten Sitzung besprochen werden.

Literatur:

Hans Jonas, Das Prinzip Leben, Frankfurt 1997 (Suhrkamp TB 2698; zur Anschaffung empfohlen).

Hans Jonas, Das Prinzip Verantwortung, Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation, Frankfurt 1984 (Suhrkamp TB 1085).

Franz Josef Wetz, Hans Jonas zur Einführung, Hamburg 1994.

J.C. Wolf, Hans Jonas: Eine naturphilosophische Begründung der Ethik, in: A. Hügli/P. Lübcke (Hg.), Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbeck 1994, S. 214 - 236.

 

 

 

 

 

Lehrveranstaltungen von Prof. Geldsetzer im SS 2000

Vorlesungen:

Die Philosophie der Gegenwart. 19. und 20. Jahrhundert (Philosophiegeschichte IV),

Fr. 11 bis 13 Uhr Gebäude: Raum:

Die Gegenwartsphilosophie steht noch immer weitgehend unter dem Eindruck der Systeme des deutschen Idealismus (Kant, Fichte, Schelling, Hegel, Schopenhauer) und des deutschen Realismus (Fries, Herbart, "naturwissenschaftlicher" Neukantianismus). Von diesen Systemen ausgehend, soll sie hier in ihren Schulen (Neukantianismus, Rechts- und Linkshegelianismus u.a.) und in ihren Strömungen (Materialismus, Positivismus, Analytische Philosophie, Lebensphilosophie, Philosophien des "objektiven Geistes", Phänomenologie, Existenzphilosophie) vorgestellt werden. Vergleichende Ausblicke auf die philosophischen Entwicklungen des Auslandes werden das Panorama abrunden.

Die Vorlesung gehört zum obligatorischen Teil des Grundstudiums der Philosophie. Sie wird auch für Fortgeschrittene zur Rekapitulation empfohlen.

Zur begleitenden Lektüre: Fr. Ueberweg, Grundriß der Geschichte der Philosophie, Bände IV und V, 12. Aufl. bearbeitet von Tr. K. Oesterreich, Berlin 1923 - 1928; W. Röd, Der Weg der Philosophie, Band 2, München 1996; A. Hügli und P. Lübcke (Hg.), Philosophie im 20. Jahrhundert, Hamburg 1993-94; L. Geldsetzer, Die Philosophenwelt, Stuttgart 1995.

 

Einführung in die klassische chinesische Philosophie,


Do. 16 bis 17 Uhr Gebäude: Raum:

Im Rahmen der transkulturellen vergleichenden Studien am Philosophischen Institut wird in dieser Vorlesung Gelegenheit geboten, sich mit den ideellen Grundlagen der chinesischen Philosophie und Kultur vertraut zu machen. Ausgangspunkte bilden die "heiligen Schriften" nämlich die ältesten Geschichtsbücher (Shu Jing und Frühlings- und Herbstannalen), das Buch der Gedichte (Shi Jing), das Buch der Wandlungen (Yi Jing) und das Buch der Sitten (Li Ji). An deren Interpretation anknüpfend entwickeln sich die Bai Jia ("hundert Schulen"), von denen die bedeutendsten wie die Schule des Kong Zi (Ru Jia), des Lao Zi (Dao Jia), die Logiker (Ming Jia), Rechtsphilosophen (Fa Jia), Militärdenker (Bing Jia), Eklektiker (Za Jia), dann aber auch der aus Indien eingedrungene Buddhismus (Shi Jia) näher behandelt werden sollen.

Die Vorlesung wendet sich an Studierende des Hauptstudiums sowie an alle Interessierten.

Zur begleitenden Lektüre werden empfohlen: A. Forke, Geschichte der alten chinesischen Philosophie, 2. Aufl. Hamburg 1964; Wing-tsit Chan, A source book of Chinese philosophy, 4. Aufl. Princeton 1973; L. Geldsetzer und Hong Han-ding, Grundlagen der chinesischen Philosophie, Stuttgart 1997.

 

Geschichte und Theorie der Logik,

Mi. 16 bis 17 Uhr Gebäude: Raum:

In dieser Vorlesung soll die Entwicklung der klassischen aristotelischen Logik bis zum 19. Jahrhundert vorgestellt und eine modernisierte Version derselben in Gestalt der "pyramidalen Logik" expliziert werden. Diese dient als Grundlage für eine Kritik der sog. mathematischen Logik von Leibniz über Frege und Wittgenstein bis zu den neueren Entwicklungen der "Aussagenlogik" und der mehrwertigen Logiken. Insbesondere soll dabei gezeigt werden, daß es sich bei diesen nicht um eine logische Grundlegung mathematischer Denkformen handelt, wie üblicherweise angenommen wird, sondern umgekehrt um eine Algebraisierung logischer Denkformen auf der Basis einer entfalteten mathematischen Dialektik.

Die Vorlesung richtet sich an Studierende im Hauptstudium und weitere Interessierte.

Zur begleitenden Lektüre werden empfohlen: Fr. Ueberweg, System der Logik und Geschichte der logischen Lehren, 2. Aufl. Bonn 1865; J. M. Bochenski, Formale Logik, 3. Aufl. Freiburg-München 1970; L. Geldsetzer, Logik, Aalen 1987.

 

Hauptseminar

Kant, Kritik der praktischen Vernunft,

Mi. 18 bis 20 Uhr Gebäude: Raum:

Lektüre und Diskussion der kantischen Hauptschrift zur Begründung der praktischen Philosophie. Das Hauptseminar wendet sich an Studierende im Hauptstudium. Qualifizierte Scheine können durch Übernahme eines Referats (mit Ausarbeitung in den nachfolgenden Semesterferien) erworben werden.

Empfohlener Text: I. Kant, Kritik der praktischen Vernunft, Ausgabe der Wiss. Buchgesellschaft (Weischedel), des Suhrkampverlages oder des Meinerverlags.

 

Kolloquium

Kolloquium für Examenskandidaten. Ort und Zeit nach Vereinbarung.

 

 

 

 

Dr. des. Ralf Goeres M.A

Proseminar: Einführung in die Philosophie Ludwig Wittgensteins

Di. 16 – 18 Uhr (2-std.) Gebäude: Raum:

Beginn: 11.04.2000

Ludwig Wittgenstein (1889–1951) gehört zweifellos zu den einflußreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Eine der wichtigen Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie, die analytische Philosophie, wurde maßgeblich von seinem Denken beeinflußt. Die Vertreter der beiden Richtungen, die sich aus dieser Strömung entwickelt haben – sowohl die Anhänger der sogenannte ‘ideal language philosophy’ als auch die Verfechter der sogenannte ‘ordinary language philosophy’ –, berufen sich auf seine Schriften. Im Zentrum des Interesses stehen dabei insbesondere die Logisch-philosophische Abhandlung, besser bekannt unter dem Titel Tractatus logico-philosophicus (EA 1922), sowie die erst postum von den Nachlaßverwaltern herausgegebenen Philosophischen Untersuchungen (EA 1953). In diesem Proseminar soll versucht werden, ein grundsätzliches Verständnis des Wittgensteinschen Philosophierens zu eröffnen. Dabei wird auch die Entwicklung seines Denkens – ausgehend von seiner Frühphase über die sogenannte ‘Übergangsperiode’ bis hin zu seinem Spätwerk – berücksichtigt. Anhand ausgewählter Themen (‘Die Tractatus-Philosophie’, ‘Widerlegung des Logischen Atomismus’, ‘Bedeutung und Verstehen’, ‘Das Wesen der Philosophie’ etc.) sollen die zentralen Gedanken der Philosophie Wittgensteins erarbeitet und diskutiert werden. In diesem Zusammenhang sollen ebenfalls die wichtigsten philosophischen Ideen und Konzeptionen, die seinem Denken in den verschiedenen Phasen zugrunde liegen, geklärt werden.

Die Veranstaltung wendet sich vor allem an Studierende in der Studieneingangsphase. Bedingung für den Erwerb eines Proseminarscheins ist die Anfertigung einer schriftlichen Hausarbeit. Als Textgrundlage dient: Ludwig Wittgenstein. Ein Reader, hrsg. von Anthony Kenny; Stuttgart: Reclam, 1996 (Universal-Bibliothek Nr. 9470).

Sprechstunde in der Vorlesungszeit: Dienstags, 15.00 bis 16.00 Uhr, Raum 23.21.04.84

 

 

 

 

Oliver Hallich

Proseminar: Arthur Schopenhauer, "Die Welt als Wille und Vorstellung"

Fr. 14 -16 Uhr Gebäude: Raum:

Arthur Schopenhauer (1788-1860) ist neben Nietzsche der populärste Philosoph des 19. Jahrhunderts. In seinem stilistisch brillianten, aber auch von Brüchen und Unstimmigkeiten gekennzeichneten Werk versucht Schopenhauer - in radikaler Frontstellung gegen die zu seiner Zeit vorherrschenden Systeme des deutschen Idealismus - ein von der konkreten Welt- und Lebenserfahrung ausgehendes philosophisches System zu entwickeln, in dessen Mittelpunkt die unter dem Schlagwort "Pessimismus" bekanntgewordene Lehre der Welt als Objektivation eines vernunftwidrigen und Leiden bewirkenden Willens steht.

Im Seminar sollten repräsentative Auszüge aus Schopenhauers Hauptwerk, "Die Welt als Wille und Vorstellung" (1819/1844), gelesen und diskutiert werden. Dem Aufbau der WWV folgend sollten - nach einer allgemeinen Einführung in Schopenhauers Philosophie - zunächst Aspekte der Erkenntnistheorie zur Sprache kommen (WWV, Buch I), vor allem Schopenhauers Verhältnis zur Transzendentalphilosophie Kants, sein Kausalitätsbegriff und seine Kritik des philosophischen Materialismus. Ein zweiter inhaltlicher Schwerpunkt könnte dann auf der Diskussion der Schopenhauerschen Willensmetaphysik liegen (WWV, Buch II), wobei im einzelnen folgende historische und systematische Aspekte eingehender thematisiert werden könnten: Schopenhauer und die Frühromantik, Schopenhauers Konzeption einer hermeneutischen Metaphysik, Wille und Erkenntnis, Wille und Vernunft, Metaphysik der Geschlechtsliebe. Drittens schließlich sollten die wesentlichen Aspekte der Ethik Schopenhauers, also seiner Mitleidsethik wie der Lehre von der Verneinung des Willens zum Leben, kritisch erörtert werden. Dabei scheinen vor allem die Fragen nach dem Status des Mitleidsphänomens in der Ethik und nach der Plausibilität der Schopenhauerschen Heilslehre im Kontext seiner Willensmetaphysik diskutierenswert zu sein.

Um Schopenhauers Philosophie zur jüngeren philosophischen Diskussion in Beziehung setzen zu können, dürfte sich ein vergleichender Blick auf Thematisiserungen seiner Fragestellungen in der modernen Philosophie lohnen, etwa auf Ryles Analyse des Willensbegriffes in The Concept of Mind oder auf sprachanalytische Versuche, das Mitleidsphänomen zu explizieren, z.B. bei Wittgenstein und Hare. Bei Interesse der Teilnehmer/innen können auch Schopenhauers Einflüsse auf die Literatur des 20. Jahrhunderts (z.B. bei Th. Mann) thematisiert werden.

Textgrundlage: A. Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung I und II, Zürich 1977 ("Zürcher Ausgabe" Bd I bis IV).

Sekundärliteratur: Zur einstimmenden Lektüre empfehle ich: R. Safranski, Schopenhauer und Die wilden Jahre der Philosophie. Eine Biographie, München 1987.

 

 

 

 

Prof. Dr. Rudolf Heinz

Vorlesung: Die Daseinsanalytik und ihre Anwendungsfelder

Fr. 14 - 16, 2-std. Gebäude: Raum:

Die Vorlesung wird nicht zuletzt insofern (auch) historisch ausfallen, als das Problem der ehemaligen Konjunktur und des Ablebens der Heideggerschen Daseinsanalytik / Existentialontologie angängig sein soll - bildeten diese doch ein von der Literaturtheorie bis zur Physik breit streuendes und überaus imperiales interpretatorisches Paradigma aus. Ob und zu welchem Zweck es sich im kritischen Durchgang durch seine Auflösung u.a. durch die Kritische Theorie sowie insbesondere durch die Analytische Philosophie etwa im Sinne poststrukturalistischer Aufnahmen repristinieren läßt?

 

 

Hauptseminar: Heidegger und die Psychopathologie

Di. 9 - 11, 2-std. Gebäude: Raum:

Als Seminarschwerpunkt ist die Diskussion eines der zentralen Anwendungsfelder der Daseinsanalytik / Existentialontologie, die psychoanalytisch bestimmte Psychopathologie im Ausgang von Binswanger, vorgesehen, Textreferenz: die "Zollikoner Gespräche" (Heidegger - Boss).

 

Hauptseminar (zus. mit Kalisch): Adorno: Versuch über Wagner

Di. 11 - 13, 2-std. Gebäude: Raum:

Das interdisziplinäre gemeinsame Seminar steht im Zusammenhang der Kooperation zwischen der Robert-Schumann-Hochschule und der HHUD. Geplant ist die musikwissenschaftliche, -soziologische und -philosophische Kritik von Adornos "Versuch über Wagner", eines klassischen Textes neuerer Musikbetrachtung, der kaum wie ein anderer - seiner komplexen Referenz Wagner durchaus gemäß? - von inneren Widersprüchen gezeichnet ist.

Anmeldung erforderlich.

Organisationsform und Ablaufplan des Hauptseminars werden noch bekannt gegeben.

 

Hauptseminar: Lachen und Weinen, philosophisch

Fr. 16 - 18, 2-std. Gebäude: Raum:

Ein Seminar zur dringlichen Mehrung des Wissens über Phänomene der philosophischen Anthropologie. Wie zu erwarten, kommen als einschlägige Autoren insbesondere Plessner ("Lachen und Weinen"), auch Bergson ("Das Lachen") und Freud ("Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten") in Frage.

 

Kolloquium für Examenskandidaten

Ort und Zeit nach Vereinbarung

 

Sprechstunde: Di. 13 -14 Uhr

 

 

 

 

 

Prof. Dr. Norbert Henrichs

 

Hauptseminar :

Nicolaus Cusanus: Compendium

Do. 11-13 Uhr Gebäude: Raum:

 

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Carmen Kaminsky

 

Proseminar:

"Ethisches Argumentieren am Beispiel aktueller Probleme der angewandten Ethik."

Do.14 - 16 Uhr Gebäude: Raum:

Beginn: 13.4.2000

Im Zentrum des Seminars steht das moralisch-ethische Begründen und Argumentieren. Anhand von Beispieltexten sollen Argumente und Argumentationsweisen analysiert und kritisch diskutiert werden. Was besagen die jeweiligen Argumente? Nach welchen Kriterien lassen sie sich beurteilen? - Die Textbeispiele werden aus der Medizinethik, der Technikethik und der Medienethik stammen. Allerdings sollen die moralischen Probleme im Umfeld von Medizin, Technik und Medien nicht im Vordergrund des Seminars stehen. Sie werden lediglich den inhaltlichen Bezugspunkt für die kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Argumentationstypen (z.B. Dammbruchargumente, Argumente der "schiefen Bahn") und moralisch-ethischen Begründungsmethoden (z.B. analogische, analytische, diskursive Argumentationen) bilden.

Die Teilnahme am Seminar erfordert eine intensive Vorbereitung der Einzelsitzungen. Eine entsprechende Textsammlung und Literaturliste wird in der ersten Seminarsitzung zur Verfügung gestellt.

Das Seminar ist darüber hinaus auf Teilnehmende beschränkt, die unabhängig von Leistungsnachweisen bereit sind, spezielle Aufgaben für das Seminar zu übernehmen. Dazu gehören beispielsweise das Anfertigen eines Protokolls, das Vortragen eines eigenen Argumentationsgangs, das Anfertigen einer Literaturliste o.ä.. Die jeweiligen Aufgaben werden in der zweiten Seminarsitzung vergeben.

 

Sprechstunde: dienstags 10.45 – 12.15 h

 

 

 

 

Dr. Carmen Kaminsky

 

Proseminar: "Wozu praktische Philosophie?"

Do. 11 - 13 Uhr Gebäude: Raum:

Beginn: 13.4.2000

Nach einem gängigen Verständnis ist praktische Philosophie derjenige Teil der Philosophie, der sich mit menschlicher Praxis beschäftigt. In den letzten Jahrzehnten hat dieser Teil der Philosophie auch außerfachlich zunehmendes Interesse geweckt. Gelegentlich ist die Rede von einem allgemein virulenten "Bedürfnis nach praktischer Philosophie" und in Nordrhein-Westfalen gibt es sogar Bestrebungen, praktische Philosophie als Schulfach einzurichten. Wodurch ergibt sich dieses Interesse und Bedürfnis? Welche Erwartungen an praktische Philosophie sind damit verbunden? Diese Fragen stellen sich vor allem angesichts der Tatsache, dass nicht allein die praktische Philosophie, sondern auch die Sozialwissenschaften, Politikwissenschaften, Pädagogik, Psychologie usw. menschliche Praxis zum Gegenstand haben. Bedarf es angesichts dieser multidisziplinären Auseinandersetzung mit menschlicher Praxis überhaupt noch einer praktischen Philosophie? Was kann und soll praktische Philosophie leisten? Was können und sollen ihre Funktionen sein?

Im Seminar sollen auf der Grundlage ausgewählter Texte unterschiedliche Antworten auf die Frage "Wozu praktische Philosophie?" kritisch erörtert werden. Weil die Frage nach den möglichen Funktionen praktischer Philosophie auch die Thematisierung ihrer Gegenstände, Aufgaben und Zielsetzungen umfasst, kann das Seminar als Einführung in die praktische Philosophie verstanden werden.

Die für das Seminar zugrundegelegten Texte werden in einem Seminarreader, der zu Beginn des Seminars erworben werden kann, zusammengestellt.

Die ersten zwei Sitzungen sind der näheren Einführung in das Thema und der Organisation der Einzelsitzungen vorbehalten.

 

Sprechstunde: dienstags 10.45 – 12.15 h

 

 

 

 

 

 

Dr. Christoph Kann

 

Vorlesung: Philosophiegeschichte II: Philosophie des Mittelalters

 

Fr. 9 - 11 Uhr Gebäude: Raum:

 

Die Vorlesung soll einen Überblick über die wichtigsten Strömungen und Positionen der Philosophie des Mittelalters einschließlich ihrer spätantiken Voraussetzungen vermitteln. Schwerpunkte werden neben frühscholastischen Konzeptionen (u.a. Anselm v. Canterbury, Peter Abaelard) die bedeutendsten Synthesen der Hochscholastik (u.a. Albertus Magnus, Thomas von Aquin) und spätscholastische Entwicklungslinien (u.a. Wilhelm von Ockham, Nicolaus Cusanus) bilden. Berücksichtigt werden universitätsgeschichtliche Strömungen und Auseinandersetzungen, die Intergration der arabisch-islamischen Philosophie in das lateinische Mittelalter, das Spannungsverhältnis zwischen Philosophie und Theologie, die scholastische Methode, die Rolle der Triviums-Wissenschaften sowie Fluktuationen im mittelalterlichen Wissenschaftskosmos, die teilweise auf die frühe Neuzeit vorausweisen. Die Philosophie des Mittelalters soll so in ihrer geistesgeschichtlichen Bedeutung umfassend zur Geltung gebracht werden.

 

 

 

 

 

 

Dr. Anja Kolpatzik

 

Proseminar : Technikphilosophie - Eine historische Einführung

 

Di. 11 - 13 Uhr Gebäude: Raum:

 

Ein historischer Überblick zur technikphilosophischen Diskussion Ende des 20. Jahrhunderts drängt sich nahezu auf, da in den letzten Jahrzehnten eine ungeheure Fülle Literatur zum Thema erschienen ist. Auch setzte eine gewisse Spaltung in Teilgebiete ein: Technikphilosophie im engeren Sinne, Technikfolgenabschätzung, Technikethik, Ökologieethik, Medizinethik und Philosophie der neuen Medien. Alle diese Ansätze werfen Fragen auf, die nicht zuletzt durch das Technikverständnis in der philosophischen Tradition zu beantworten sind. (vgl. Aristoteles, Augustinus, Bacon, Descartes, Leibniz, Hegel u.a.)


Neben einer ausführlichen Darstellung neuerer Deutungen der Technik führt die Frage im Seminar, was ist Technikphilosophie, zum Anfang der abendländischen Philosophie selbst, auch wenn damals diese Frage eher eine untergeordnete war. Warum ist das so? Die jeweilige Antwort auf die Frage, was ist Technik, gibt auch immer zumindest eine Teilantwort auf die Frage, was ist der Mensch, was ist seine Bestimmung.


Ziel des Seminars ist es, unter Berücksichtigung der historischen Aspekte, die heutige technikphilosophische Diskussion aufzuzeigen.

 

 

 

 

 

 

 

Dr. S. Korf-Breitenstein

Sprechstunde: Do. 11.00 – 11.30 Uhr und nach Vereinbarung, Gebäude 23.21 Raum 04.72

 

Proseminar: Max Horkheimer, Zur Kritik der instrumentellen Vernunft

Do.9.00 – 11.00 Uhr Gebäude: Raum:

Beginn: 13. April

"Wir sind zum Guten oder Schlechten die Erben der Aufklärung und des technischen Fortschritts", so stellt Max Horkheimer fest, und diagnostiziert als Folge der Aufklärung und des Fortschritts eine "permanente Krise" der Gesellschaft.

In seiner "Kritik der instruentellen Vernunft", einem der wichtigsten Werke der Kritischen Theorie, behandelt Horkheimer diese Krise und macht seine Überzeugung deutlich, daß der einzige Ausweg darin besteht, "das unabhängige Denken zu entfesseln"; dazu möchte er mit seinem Werk beitragen.

In diesem Seminar soll die genannte Schrift vollständig gelesen und durchgearbeitet werden. Dazu sollen für jede Seminarsitzung vorher festgelegte Textabschnitte vorbereitet werden, so daß dann der Text diskutiert werden kann. Dabei besteht auch die Möglichkeit, Probleme zu klären und auf schwierige Textstellen näher einzugehen.

Für ein gutes und intensives Textverständnis sind auch Querverweise auf andere Texte (z.B. aus Horkheimer/Adorno, Dialektik der Aufklärung oder H.Marcuse, Der eindimensionale Mensch) hilfreich, die etwa in Form von Referaten hinzugezogen werden können. Informationen über Horkheimer und seine Zeit sollen das nötige Hintergrundwissen vermitteln und den Einstieg in die Auseinandersetzung mit seinem Buch bieten. Ziel des Seminars ist es, dieses Werk als Ganzes zu verstehen, einzuordnen und zu beurteilen.

Themen für Referate werden in der ersten Seminarsitzung verteilt. Dann können auch noch weitere Vorschläge eingebracht werden.

 

 

 

 

 

Jochen Lechner Lehrveranstaltungen im SoSe 2000

 

PS Kant, Kritik der reinen Vernunft II (4-stündig)

Mo. 930 – 11

Di. 930 – 11

Behandelt wird der Abschnitt mit dem Titel "Die Transzendentale Ästhetik", B 33 – B 73. Dieser Abschnitt enthält Kants transzendentale Theorie der Sinnlichkeit. In dieser Ästhetik will Kant nachweisen, daß bereits die Sinnlichkeit über Elemente zu einer Erkenntnis a priori der Gegenstände unserer Erfahrung verfügt: die Anschauungsformen Raum und Zeit. In seiner Raum- und Zeittheorie vertrix Kant einen Standpunkt, den er als transzendentalen Idealismus bezeichnet. Die zentrale These ist, daß Raum und Zeit nichts anderes sind als bloß subjektive Formen unserer Anschauung. In diesem Seminar werden wir uns hauptsächlich mit der Frage beschäftigen, ob Kants Argumente für eine solche Subjektivierung von Raum und Zeit ausreichend und überzeugend sind.

Zu Beginn des Semesters wird noch einmal eine kurze Einführung in die KrV gegeben. Das Seminar ist deshalb auch für Studierende geeignet, die am Kant-Seminar im Wintersemester nicht teilgenommen haben.

 

Text: Kant, Kritik der reinen Vernunft, Hamburg 1998 (Meiner-Verlag, PhB 505).

 

 

PS Modallogik (Logik IV) (4-stündig)

Mi. 930 – 11

Fr. 930 – 11

Die Modallogik ist eine Erweiterung der Satz- und Prädikatenlogik, die im Seminar Logik I behandelt wird. Neben den Junktoren und Quantoren werden in der Modallogik weitere Operatoren verwendet, deren Aufgabe darin besteht, die Modalitäten möglich und notwendig wiederzugeben. Die Modallogik untersucht die Gültigkeit von Argumenten, in denen diese Modalitäten wesentlich vorkommen. Um die gültigen von den ungültigen modalen Argumenten zu unterscheiden, ist eine ganze Reihe von Kalkülen entwickelt worden, die verschieden stark sind. Mit einigen dieser Kalküle wollen wir uns in diesem Seminar vertraut machen.

Text: Hughes/Cresswell, A New Introduction to Modal Logic, London 1996.

 

 

 

 

 

Reinhard May

 

1. Vorlesung : Europäische Philosophie in der Antike

Mo. 14-15 h c.t., Hs 3B in Geb. 23.01

Beginn: 17. April 2000,

In 10 Vorlesungsstunden wird die geschichtliche Entwicklung der europäischen Philosophie in der Antike dargestellt. Der Überblick umfaßt einen Zeitraum von etwa 1500 Jahren, in dem die großen Epochen und ihre Probleme entstanden sind. In gebotener Kürze werden die Problemlösungen der bedeutenden Denker und Philosophen leicht verständlich aufgezeigt. Dabei wird auch die Entstehung und Ausarbeitung der Metaphysik thematisiert; ebenso die Ethik, diese insbesondere mit einem Blick auf ihre hiesige weitere Entwicklung. Darüber hinaus wird der Versuch unternommen, die Eigenart der europäischen Philosophie, im Unterschied zum chinesischen Denken des gleichen Zeitraumes, stichwortartig zu skizzieren. Denn die europäischen Philosophen haben selbstverständlich auf Probleme ihrer Zeit nur ihre partikularen Antworten gegeben. In den anderen großen Weltkulturen sind, aus verschiedenen Gründen, die Antworten mitunter ganz anders ausgefallen. Die Vorlesung wendet sich an alle Interessenten der Philosophie.

 

 

2. Hauptseminar J. L. Mackie’s "Ethics" (1977)

Mo. 16-18 h c.t., SR U1.85 in Geb. 23.21

Beginn: 10. April 2000,

Der Australier John L. Mackie (1917-1981) wird unter die bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts eingereiht. Von 1967 bis zu seinem Tod war er Fellow of University College, Oxford, seit 1974 auch der British Academy. Seine Ethik gehört zu den wichtigsten Beiträgen in dieser Disziplin. Sein Denken bewegt sich, empiristisch orientiert, im Kontext der Philosophie David Humes und markiert in deren Fortentwicklung eine äußerst weitreichende skeptische Position. Wie der vollständige Titel seines Buches schon verdeutlicht, geht es ihm darum, verständlich zu machen, wie das Unternehmen "moral philosophy" sowie das der Etablierung und Beachtung von Moral- und Gesetzesnormen vor sich geht, wie diese überhaupt begründet werden können und wie es zum "Inventing Right and Wrong" (so der Untertitel) kommt. Sein Buch von 1977 ist auch 1990 als Penguin Taschenbuch erschienen und soll in dieser Ausgabe diskutiert werden. Bei Reclam ist auch eine deutsche Version veröffentlicht worden, deren Lektüre unter Umständen hilfsweise hinzuzuziehen ist. Das Seminar wendet sich an Fortgeschrittene und beginnt am 10. April mit weiteren Informationen und einer allgemeinen Einführung in die Ethik.

 

 

3. Kolloquium Kolloquium zur Comparativen Trans-Europäischen Philosophie

14-tägig Di. 14-16 h c.t., Raum 4.69 in Geb. 23.21

Das Kolloquium widmet sich interdisziplinären Themen aus dem Bereich sowohl des chinesischen als auch des indischen Denkens im Vergleich mit dem europäischen. Neue Interessenten werden um Anmeldung in der Sprechstunde gebeten. Für alle Teilnehmer findet im o.a. Raum am 10.4.2000 von 14.15 - 14.45 h eine Vorbesprechung statt. Das Kolloquium selbst beginnt am folgenden Dienstag um 14.15 h.

 

 

 

 

 

Priv.-Doz. Dr. Dr. Georg Northoff

 

Seminar: Was ist Neurophilosophie? Grundlagen und methodische Prinzipien

Mo. 14 - 18 Uhr, 14-tägig, Gebäude: Raum:

(Beginn 17.04.2000)

Teilnehmer: Studenten der Philosophie im Grund- und Hauptstudium (Pro- und

Hauptseminar)

Studenten der Psychologie, Medizin, etc.

 

Der Begriff der "Neurophilosophie" wird häufig im Zusammenhang mit der Diskussion um das Bewusstsein und das Leib-Seele-Problem verwendet. Mit dem Begriff der "Neurophilosophie" wird vor allem der Schnittpunkt zwischen Neurowissenschaften und Philosophie gekennzeichnet. Dabei bleiben allerdings sowohl das thematische Feld als auch die methodischen Prinzipien der Verknüpfung zwischen Philosophie und Neurowissenschaften unklar. Ziel des Seminars ist es daher, die begrifflichen und methodischen Grundlagen der Neurophilosophie als eigenständige Disziplin zu diskutieren und gemeinsam zu entwickeln. In diesem Rahmen sollen sowohl die theoretischen Grundlagen diskutiert als auch praktische Anwendungsbeispiele anhand von Texten und Untersuchungen zum Bewusstsein vorgestellt werden.

Aktive Mitarbeit, das Einbringen von inter- bzw. transdisziplinären Perspektiven und die Entwicklung von eigenen Forschungsansätzen ist erwünscht und können bei der Gestaltung des Seminars berücksichtigt werden.

 

Literatur:

Olaf Breitbach. Die Materialisierung des Ichs. Surkamp, Frankfurt am Main, 1997.

Mainzer, K. Aufgaben, Ziele und Grenzen der Neurophilosophie. In: Fedrowitz J. et al. (HRSG) Neuroworlds. S. 131 - 152, Kampus, Frankfurt am Main, 1994.

G. Northoff. Das Gehirn. Eine neurophilosophische Bestandsaufnahme, erscheint im April 2000 im mentis-Verlag.

G. Northoff. Neuropsychiatrie und Neurophilosophie. Schöningh Verlag, Paderborn, 1997.

G. Northoff. Was ist Neurophilosophie - Neurowissenschaften und Philosophie oder eine eigene Disziplin der Zukunft? Deutsche Zeitschrift für Philosophie.

Gerhard Roth. Das Gehirn und seine Wirklichkeit, Surkamp, Frankfurt am Main, 1994.

H. Walter. Neurophilosophie der Willensfreiheit. Schöningh, Paderborn, 1998 (S. 106 - 119, S. 159 - 172, S. 189 - 193).

 

 

 

 

 

 

 

PD Dr. Lothar Ridder

 

Seminar: Fachdidaktik mit schulpraktischen Studien zum Thema

Einführung in die Philosophie in der Sekundarstufe II

 

Mi. 16-18 Uhr Gebäude: Raum:

Beginn: 19.04.

Um fachdidaktische Problem- und Fragestellungen wirklich verstehen und nachvollziehen zu können, bedarf es unterrichtlicher Erfahrung in der Rolle des Lehrenden. Nur so lässt sich eine spezifische Sichtweise von Unterricht erwerben, die erforderlich ist, um zum Beispiel verschiedene Wege des Unterrichtens fruchtbar diskutieren zu können. Studenten, die an fachdidaktischen Seminaren teilnehmen (müssen), haben jedoch gewöhnlich keine Erfahrungen als Lehrende! Das führt nicht selten dazu, dass fachdidaktische Veranstaltungen als langweilig, zu theoretisch oder auch als überflüssig empfunden werden.

In diesem Seminar kann jede(r) Teilnehmer(in) eigene Erfahrungen als Unterrichtende(r) machen. So soll in der ersten Hälfte einer Seminarsitzung jeweils eine Unterrichtsstunde von 45 Minuten Dauer von einem/einer Seminarteilnehmer(in) geplant und durchgeführt werden, wobei die anderen Teilnehmer(innen) die Schülerrolle übernehmen. Die zweite Hälfte der Sitzung dient dann der Diskussion der Stunde sowie der Vorstellung und Erörterung des hinter der Unterrichtsplanung stehenden Konzepts. Für die Planung der Stunden erstellen wir zunächst ein grobes Raster, das im weiteren Verlauf verfeinert werden kann.

Zur Durchführung dieses Programms eignen sich besonders Einführungsstunden zu verschiedenen philosophischen Problemstellungen und Denkweisen, die gemäß den Richtlinien in einem Einführungskurs in der Jahrgangsstufe 11/I vorgesehen sind. Für diesen Kurs sind keine bestimmten inhaltlichen Schwerpunkte festgelegt, sondern es geht vor allem darum, den Schülern die methodischen Besonderheiten und Anforderungen des Philosophierens deutlich zu machen.

Voraussetzung für den Erwerb eines Leistungsnachweises in Fachdidaktik Philosophie (D2) oder alternativ einer Teilnahmebescheinigung an schulpraktischen Studien in Philosophie ist ein abgeschlossenes Grundstudium.

 

 

 

 

Dr. Larry Steindler

 

Proseminar: Ausgewählte Texte zur Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts

 

Di 16-18 Uhr Gebäude: Raum:

Mit der Philosophie in den letzten beiden Jahrhunderten wird eine Epoche eingeleitet, die uns in bezug auf das Denken in Entwicklungen, die Programmatik einer wissenschaftlichen Weltauffassung und in Rücksicht auf entsprechende Begründungstheorien bis heute begleitet. Die verschiedenen Richtungen des Idealismus zu Beginn des 19. Jahrhunderts haben der Philosophie eine hervorragende Stellung unter den einzelnen Wissensgebieten zugewiesen und aufgrund der Leistungen Kants, Fichtes, Schellings und Hegels das Markenzeichen des Deutschen Idealismus geprägt. Demgegenüber steht die "realistische" Schule von Jacob Friedrich Fries, deren Nachwirkungen so selbstverständlich für bestimmte methodologische Standards geworden sind, dass sie häufig vernachlässigt wird, deren Hauptpositionen aber im anstehenden Seminar Erörterung finden sollten. Dasselbe gilt für die lebensphilosophischen, historistischen, sprach- und kulturphilosophischen sowie neokantianischen Standpunkte in der Folgezeit.

Die Philosophie des 20. Jahrhunderts wird von diesen Strömungen um die Jahrhundertwende weitergetragen, übermittelt u.a. den nachhegelianischen phänomenologischen Neuansatz Husserls an Heidegger, dessen Denken die Existenphilosophie der Nachkriegszeit mitbestimmt. Der Historismus wirkt verstärkt als biographische und subjektorientierte Methodik auf Versuche zur Weltanschauungshermeneutik bei Dilthey, Jaspers und Gadamer. Pragmatistische, sprachphilosophische, neopositivistische und weitere hermeneutische und wissenschaftstheoretische Positionen ergänzen die zunehmende Vielfalt der sogenannten Gegenwartsphilosophie. Sie ist gekennzeichnet durch programmatische Vorschläge zur Wissenschaftsbegründung, aber auch durch Methodenstreit, durch Metaphysik- und Wissenschaftskritik, durch Ideenreduktion und Ideenpluralismus, durch Verfallsideologien und Fortschrittsoptimismus.

Mit den Theorien u.a. folgender Denker soll anhand von Textauszügen bekannt gemacht werden: Kant, Fichte, Schelling, Hegel, Fries, Schopenhauer, Nietzsche, Marx, Comte, Rickert, Dilthey, Husserl, Heidegger, Wittgenstein, Whithead, Cassirer, Gadamer, Russel, Carnap, Popper, Bloch, Scheler, Adorno.

Textgrundlage ist: Geschichte der Philosophie in Text und Darstellung, Bd. 7: 19. Jahrhundert, hg. v. Manfred Riedel Stuttgart 1991 (Reclam, Nr 9917) und Bd. 8: 20. Jahrhundert, hg. v. Reiner Wiehl, Stuttgart 1981 (Reclam, Nr. 9918).

 

 

 

 

 

 

Prof. Dr. Dieter Birnbacher/ Prof. Dr. Peter Tepe Sprechstunde Tepe: Mi. 13.45-15.00 Uhr

 

Ideologie">Hauptseminar: Wissenschaft und Ideologie

Ort: ??? Tag/Zeit: Mo. 14-16 Uhr Beginn: 10.4.2000

Scheinerwerb: Kurzvortrag mit Thesenpapier plus Hausarbeit zu einem Thema eigener Wahl aus dem Seminarkontext (Richtwert: 25 Seiten).

Nach einer knappen historischen Einführung, in der wichtige Positionen aus der Geschichte der Ideologietheorie zur Sprache kommen (Sitzung 1-2), stellen die beiden Veranstalter in den Sitzungen 3-4 ihre eigenen Ideologiekonzepte vor.

In den Sitzungen 5-11 werden dann folgende Themen aus dem Gesamtkomplex Wissenschaft und Ideologie behandelt:

– Ideologischer Naturalismus: Zum Begriff der Natur.

– Ideologische Tendenzen in der Ökophilosophie der Gegenwart.

– Ist eine Rechtfertigung ethischer Normen ohne Ideologie möglich?

– Nietzsche als Ideologiekritiker und ‘Ideologe’.

– Ideologische Elemente in den sogenannten "Mythen der Nationen".

– Ideologische Textinterpretationen und die Möglichkeit ihrer Kritik.

– Lebenslügen als individuelle Ideologien.

Die Seminartexte sind in einem Reader gesammelt, der in der ersten Sitzung verkauft wird. Darüber hinaus ist in der FB Philosophie und in der UB ein Apparat eingerichtet, der wichtige Texte zur Ideologieforschung im allgemeinen und zum Komplex Wissenschaft und Ideologie im besonderen enthält. Im Apparat ist auch ein Exemplar des Readers als Kopiervorlage deponiert – für den Fall, daß mehr Exemplare benötigt werden als gedruckt worden sind.

Lektüre zur Vorbereitung:

H.-J. Lieber: Ideologie. Eine historisch-systematische Einführung. Paderborn 1985.

K. Lenk (Hg.): Ideologie. Ideologiekritik und Wissenssoziologie. Frankfurt/Main 1984 (9. Aufl.).

T. Eagleton: Ideologie. Eine Einführung. Stuttgart/Weimar 1993.

 

 

 

Kolloquium: Offenes Kolloquium des Schwerpunkts Mythos/Ideologie

Ort: ??? Tag/Zeit: Do. 18-20 Uhr Beginn: 20.4.2000

 

Dieses Kolloquium besteht aus mehreren Teilen, die unterschiedliche Funktionen erfüllen.

Teil 1: Der Schwerpunkt Mythos/Ideologie stellt sich vor (20.4.)

In dieser Sitzung erläutere ich die Studien- und Prüfungsmöglichkeiten im Kontext des Schwerpunkts; das betrifft die Fächer Philosophie, Neuere Germanistik und Medienwissenschaft. Darüber hinaus gebe ich Empfehlungen zur effektiven und von vornherein auf das Examen ausgerichteten Planung des Hauptstudiums.

Teil 2: Präsentation von Forschungsprojekten, Examens- und Seminararbeiten aus dem Schwerpunkt Mythos/Ideologie.

Teil 3: Aufarbeitung und kritische Diskussion neuerer und neuester Fachliteratur zur Mythos- und Ideologieforschung.

Zusätzliche Informationen:

1) Vorbereitung auf die mündliche Prüfung. Von denjenigen Studierenden, die im Laufe des Sommersemesters von mir geprüft werden, wird erwartet, daß sie kurz vor dem Termin der mündlichen Prüfung mit Karin Wemhöner, M.A. einen Probelauf unternehmen, in dem die Situation der mündlichen Prüfung simuliert wird. Anmeldung direkt bei K. Wemhöner (02131/57270).

2) Ausleihbare Arbeiten. Wir haben eine Sammlung von Seminar-, Examens- und Doktorararbeiten (vor allem, aber nicht nur aus der Mythos- und Ideologieforschung) eingerichtet. In Raum 155 ist ein Verzeichnis greifbar, anhand dessen Sie sich einen Überblick über die ausleihbaren Arbeiten verschaffen können.

3) Stammtisch Mythos / Ideologie. Der 1998 begründete Stammtisch ist als Diskussionsforum vor allem für Grundlagenprobleme konzipiert. Einige Sitzungen des Kolloquiums fallen mit diesen Terminen zusammen. Der Stammtisch findet mehrmals im Semester mit offenem Ende in der Uni-Kneipe statt.

4) Themen des Kolloquiums bzw. des Stammtisches. Am Schwarzen Brett gegenüber von Raum 155 wird das Thema der jeweils nächsten Sitzung per Aushang bekannt gegeben. Darüber hinaus gibt es natürlich einen Sitzungsplan für das gesamte Kolloquium, der in Raum 155 erhältlich ist.

5) Über die Studienstruktur des Schwerpunkts und die gegenwärtig gültige Prüfungsregelung informiert das Papier Nachrichten aus dem Schwerpunkt Mythos/Ideologie, das in Raum 155 kostenlos zu bekommen ist.

 

 

 

 

Vorlesung : Mythos und Politik

Ort: Hörsaal 3B Tag/Zeit: Mo. 11-13 Uhr Beginn: 17.4.2000

Diese Vorlesung befaßt sich mit unterschiedlichen Aspekten des Großthemas Mythen in Geschichte und Politik, z.B. mit den sogenannten "Mythen der Nationen" und der Rolle, die etwa die Bildende Kunst und der Film bei ihrer Verbreitung spielen. Übergreifendes Ziel ist es, die Entwicklung einer Theorie des politischen Mythos voranzutreiben. Zu den Aufgaben der Vorlesung gehört auch die Präsentation und kritische Diskussion neuerer und neuester Fachliteratur.

Die Teilnahme an der gleichnamigen Vorlesung des vergangenen Semesters wird nicht vorausgesetzt. Sinnvoll ist es jedoch, in die Fazit-Sammlung dieser Vorlesung hineinzuschauen, die in einem Ordner in der FB Germanistik greifbar ist.

Lektüre zur Vorbereitung:

M. Flacke (Hg.): Mythen der Nationen. Ein europäisches Panorama. Berlin 1998 (Begleitband zur Ausstellung im Deutschen Historischen Museum).